Unsere AUfgabe

Die gesellschaftliche Aufgabe der Schulen ist es seit jeher die Schüler auf das Leben nach der Schule vorzubereiten. Das Leben in der Gesellschaft verbirgt jedoch zunehmend auch Mängel, die es innerhalb der Schulzeit, die sich in den letzten Jahrzehnten fast verdoppelt hat, auszugleichen gilt. Daher ist die Bedeutung der Schule als Former von Lebensgewohnheiten und Vermittler von Werten bereits groß. In den Waldorfschulen werden traditionell sowohl sinnliche Erfahrungen als auch Kulturimpulse in vielfältiger Form erlebbar gemacht. Auch Verantwortung für die Gemeinschaft und Mittragen von gemeinsamen Aufgaben werden bereits von früh an geübt. Diese Werte sind Grundwerte, die auch in der interkulturellen Waldorfpädagogik einen hohen Stellenwert haben. 

Heute hat bereits jedes zweite Kind in einer deutschen Großstadt einen Migrationshintergrund. In Wilhelmsburg liegt diese Zahl bei 77 %, und fast 25% aller Jugendlichen mit Einwanderungsgeschichte verlassen die Schule ohne regulären Schulabschluss. 
https://www.statistik-nord.de/fileadmin/Dokumente/NORD.regional/NR16_Statistik-Profile_HH_2014_web.pdf  

Vor diesem Hintergrund sehen wir die Notwendigkeit, unseren Beitrag zur Erziehung und Bildung zu leisten und eine Pädagogik zu entwickeln, die sich für Offenheit, Begegnung und Solidarität miteinander einsetzt und gleichzeitig insbesondere Kindern mit Migrationshintergrund sowie sozial benachteiligten Kindern zugute kommt. Es ist unserer aller Aufgabe, jedes Kind zu einer eigenständigen und selbstbewussten  Persönlichkeit zu erziehen, die über möglichst vielfältige kulturelle Ressourcen verfügt.